Arbeitsgemeinschaft der Wasserversorger im Einzugsgebiet der Elbe

Gemeinsam für den Schutz und die Verbesserung der Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse.

Der Fluss Elbe schlängelt sich durch eine grüne Aue mit Wiesen, Feldern und Bäumen. Man sieht ein kleines Stück Himmel.

Ziele der AWE

Zukunftssichere Trinkwassergewinnung mit der Umsetzung der Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie den Einsatz naturnaher sowie wirtschaftlicher Aufbereitungsverfahren langfristig sichern.

Schutz und Verbesserung der Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse als Grundlage für eine sichere Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen entlang der Flüsse.

Zwei Frauen stoßen lächelnd mit jeweils einem Glas klarem Wasser an.

Belastungen frühzeitig erkennen und handeln, bevor Schäden entstehen. Nach dem Prinzip agieren statt reagieren: Schutz der Wasserressourcen durch die gezielte Reduzierung von Stoffeinträgen und die konsequente Förderung von Nachhaltigkeit.

Wer ist die AWE?

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserversorger im Einzugsgebiet der Elbe ist ein Zusammenschluss von Wasserversorgungsunternehmen im Elbe-Einzugsgebiet. Die Mitglieder der AWE versorgen in der Summe ca. 6,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Gemeinsam setzen sie sich für den Schutz der Fließgewässer als zentrale Rohwasserquelle ein.

Die AWE handelt im Namen ihrer Mitgliedsunternehmen und bündelt deren Interessen rund um die Qualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse als unverzichtbare Grundlage für die Trinkwassergewinnung. Die Gewässergüte ist daher von zentraler Bedeutung für eine sichere Versorgung.

Was macht die AWE?

Die AWE verfolgt das Ziel, die Wasserqualität der Elbe und ihrer Nebenflüsse langfristig zu sichern. Dazu koordiniert sie fachliche Messprogramme, bewertet die Ergebnisse wissenschaftlich und bringt diese aktiv in fachliche und politische Entscheidungsprozesse ein.

Monitoring und Gewässerqualität

Gemeinsame Mess- und Arbeitsprogramme:

  • Regelmäßige Untersuchungen auf chemisch-physikalische und mikrobiologische Parameter sowie organische Gruppen- und Summenparameter.

  • Gezielte Analysen organischer Spurenstoffe und Stoffgruppen, die durch menschliche Aktivitäten in die Flüsse gelangen.

Die Mitgliedsunternehmen der AWE stimmen ihre Überwachungsprogramme gemeinsam ab. Diese werden jährlich aktualisiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Ergebnisse ermöglichen eine einheitliche Bewertung der Fließgewässer.

Drei Männer unterhalten sich auf dem Forschungsschiff Albis miteinander.

Bewertung und Kommunikation

Die erhobenen Messdaten werden jährlich ausgewertet und in einem gemeinsamen Bericht „Bewertung der Qualität von Fließgewässern unter dem Gesichtspunkt der Trinkwasseraufbereitung“ zusammengeführt.

Auf dieser Basis:

  • leitet die AWE Qualitätsanforderungen an die Gewässer ab,

  • kommuniziert diese gegenüber Fachöffentlichkeit und Politik und bringt sich aktiv in relevante Entscheidungsprozesse ein.

Zwei Männer halten einen Gütebericht zur Qualität von Fließgewässern in den Händen und schauen lächelnd in die Kamera.

Zusammenarbeit und Interessenvertretung

Wir arbeiten als Nichtregierungsorganisation (NGO) in verschiedenen Arbeitsgruppen der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) mit. Darüber hinaus erfolgt eine enge Abstimmung mit Arbeitsgemeinschaften anderer großer Flussgebiete, wie Rhein und Donau, im Rahmen der ERM-Koalition. Warum das wichtig ist?

Fließgewässer werden durch natürliche Faktoren und vor allem durch menschliche Aktivitäten beeinflusst. Abwassereinleitungen aus Industrie, Kommunen, Landwirtschaft und Verkehr führen zu Einträgen von Spurenstoffen, die oft nur schwer abbaubar sind und lange im Wasserkreislauf bleiben können. Eine Vorsorge und frühes Handeln sind daher entscheidend.

Eine Gruppe von Personen steht an der Elbe. Eine Person schenkt einer anderen Person Wasser aus einem Messbecher in ein Glas ein.