WRRL, Omnibus I und Mikroplastik im Trinkwasser: Die zentralen Themen der AWE-Frühjahrssitzung 

Mitglieder der AWE aus Dresden, Riesa, Leipzig und Eilenburg zu Gast beim VEW in Eilenburg

Am 15. April haben sich die Mitglieder der AWE für ihr Frühjahrstreffen auf Einladung des Versorgungsverbunds Eilenburg Wurzen hin erstmals in Eilenburg versammelt. 

Besprochen wurde beispielsweise die Perspektive der AWE auf den Zyklus 4 der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL): „Wir sind bereit für die nächste Runde und begleiten gerne die weitere Verbesserung unserer Gewässer und Grundwasserkörper!", heißt es aus dem Gremium. Mit Blick auf die eigenen Untersuchungsreihen der letzten Jahre stellte die AWE fest, dass bislang wenig Fortschritte hinsichtlich einer Reduzierung von Spurenstoffen im Einzugsgebiet Elbe feststellbar sind. Den ausführlichen Bericht samt Einordnung der Messergebnisse kann man hier nachlesen.

Einig war man sich auch im Hinblick auf das EU-Omnibus I-Paket: "Wir beobachten die Entwicklungen hierzu kritisch.", so AWE-Koordinator Sven Schirrmeister. Gründe hierfür seien die "Aushöhlung" des Klimaschutzes, durch welche verbindliche Klimapläne und zivilrechtliche Haftungsklauseln an Schärfe verlören. Außerdem würden beispielsweise Umweltverbände nicht mehr als formelle Stakeholder in den Sorgfaltsprozessen geführt, verlieren somit wichtige Beteiligungsrechte. Auch wirtschaftlich zeichnen sich kritische Effekte ab: Nachhaltigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil, der durch das Paket abgewertet würde, was perspektivisch Auswirkungen auf die EU als Innovationsschmiede haben kann. Gerade in der Versorgungswirtschaft sei das Entwicklungspotenzial hoch, doch willige Akteure seien auf Investoren angewiesen und die wiederum auf politische Entscheidungen mit klaren und starken Nachhaltigkeitszielen. "Mitunter braucht es, damit sich die Richtigen verantwortlich fühlen und verantwortlich handeln, nicht nur gute Vorbilder, sondern auch eine unumgängliche Verantwortungsübertragung."

In Bezug auf die anhaltende Diskussion um Mikroplastik im Trinkwasser bekräftigte die AWE, was Studien bereits nahe legen: Mikroplastik ist im Trinkwasser kaum nachweisbar. Es bestehe daher ein sehr geringes Risiko, dass Mikroplastik über das Trinkwasser aufgenommen wird. Im Rahmen der Risikobewertung bleibt das Thema aber relevant und jede neue Erkenntnis zu dem jungen Forschungsthema wird dahingehend berücksichtigt. 

 

Die nächste AWE-Sitzung findet im Oktober in Berlin statt.

 

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WRRL-Zyklus 4 startet: AWE bringt sich mit Stellungnahme ein